Exoskelett für Chirurgen

Das Team der Hellstern medical GmbH hat ein sensorgestütztes Exoskelett für den OP-Einsatz entwickelt, das die Operateure vor Muskel- und Skeletterkrankungen schützen soll. Damit trägt es auch zu mehr Patientensicherheit bei.

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Der Prototyp des sensorgestützten Exoskeletts noac entstand in Zusammenarbeit mit IT-Ingenieuren und Chirurgen innerhalb von 15 Monaten. Er wurde inzwischen patentiert und als Medizinprodukt zertifiziert. Das Exoskelett entlastet die Beinmuskulatur und den Oberkörper des Operateurs bis zu 100 Prozent und verringert damit Schmerzen und körperliche Ermüdung während der OP. Das System stellt sich optimal auf alle Körpermaße ein und folgt dem Chirurgen sensorgesteuert in jede gewünschte Position. Die automatische Steuerung in drei Dimensionen folgt der Körperbewegung, die OP-Instrumente müssen dafür nicht aus der Hand gelegt werden.

Mit noac soll nicht nur möglichen Schmerzen während langwieriger Operationen vorgebeugt werden, sondern auch chronischen Muskel- und Skeletterkrankungen, unter denen derzeit bis zu 75 Prozent der Chirurgen leiden und die in vielen Fällen zum frühzeitigen Berufsaus führen. Die ergonomische Unterstützung trägt dazu bei, dass die Chirurgen über lange Zeiträume konzentriert operieren können. Dies steigert auch die Patientensicherheit, da es zu weniger Behandlungsfehlern kommt.

Laut Hellstern medical ist noac zwanzigmal günstiger als ein Da Vinci-Operationssystem und schafft eine optimale OP-Atmosphäre. Im Universitätsklinikum Tübingen wird es bereits eingesetzt.

Das Medizintechnikunternehmen Hellstern medical wurde 2019 in Wannweil, umweit von Reutlingen, gegründet und konnte bereits 2021 eine erste Finanzierungsrunde in Höhe von 3,2 Mio. Euro abschließen.  

Startkapital für Schweizer SixPeaks Bio

In Basel tritt die Firma SixPeaks Bio AG neu aufs Parkett. Das im Inkubator Ridgeline Discovery der VC-Gesellschaft Versant Ventures entwickelte Projekt erhält in einer Serie A-Finanzierung 30 Mio. US-Dollar. Dazu verpflichtet sich AstraZeneca in den nächsten zwei Jahren 80 Mio. US-Dollar bereitzustellen. Es geht in dem Projekt um den Muskelerhalt bei GLP-1-Diäten

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