Schlagwortarchiv für: Krebs

Boehringer setzt bei Krebsforschung auf China in einem Milliarden-Deal mit Sino Biopharmaceutical. Sechs präklinische Programme für ADCs und T-Zell-Engager sollen die Onkologie-Pipeline stärken. Boehringer zahlt zunächst 358 Mio. US-Dollar, weitere bis zu sieben Milliarden US-Dollar sind an Entwicklungs- und Vermarktungserfolge geknüpft.

Bayer bringt Sevabertinib in China in die Erstlinie – doch Boehringer ist schon da: Mit der Zulassung von Sevabertinib für die Erstbehandlung von HER2-mutiertem Lungenkrebs erweitert Bayer den Zugang zu einem wichtigen Markt. Der Wirkstoff ist nicht mehr ganz neu und auch nicht der erste seiner Klasse in China. Boehringer Ingelheim hat sich mit Zongertinib bereits einen Vorsprung gesichert.

Im niederösterreichischen Seibersdorf wurde ein neues Radiopharmaka-Labor eröffnet, in dem künftig Präzisionsmedikamente für Krebspatienten entwickelt und hergestellt werden. Dafür investierte Seibersdorf Laboratories, Tochter des AIT Austrian Institute of Technology, 17 Mio. Euro.

Vom Berliner Biotech-Unternehmen NOXXON über eine strategische Neuausrichtung und Krypto-Überlegungen zurück zur Medikamentenentwicklung: TME Pharma hat mit dem japanischen Biotech-Unternehmen TMS einen möglichen Partner für seinen wichtigsten Wirkstoffkandidaten NOX-A12 gefunden. Doch zunächst wird nur exklusiv verhandelt. Ob daraus tatsächlich eine finanzierte klinische Entwicklung wird, ist noch offen.

ESMO-Daten zu IMA402 zeigen Tumoransprechen bei vorbehandelten Melanompatienten. Eine Ein-Jahres-Überlebensrate von 91 Prozent klingt spektakulär, beruht aber auf einer kleinen, nicht randomisierten Patientengruppe und kurzer Nachbeobachtung. Wie sich die Wirkung auf längere Beoachtungs- und Behandlungszeiten niederschlägt kann man nur schwer vorhersagen.

BioNTech verfehlt bei Kopf-Hals-Krebs den ersten primären Endpunkt in einer Phase II/III-Studie. Vor Kurzem meldeten dagegen Moderna und Merck positive Phase III-Daten beim Melanom. Der Gegensatz ist weniger eindeutig, als er zunächst scheint: Die Unternehmen testen unterschiedliche Impfstoffkonzepte – und behandeln Patienten in grundverschiedenen Krankheitsstadien. Bei mRNA-Krebsimpfstoffe gibt es also viele Wege, was den direkten Vergleich erschwert. Ein Versuch der Einordnung.

355 Mio. US-Dollar upfront kann sich die Schweizer Firma Alentis Therapeutics (Basel) für den Claudin1-Antikörper Lixudebart durch eine Partnerschaft mit CSL sichern. Damit hat Alentis einen globalen Entwicklungspartner gefunden. Der australische Biopharmakonzern CSL stellt zudem bis zu weitere 1,2 Mrd. US-Dollar an kommerziellen Meilensteinen in Aussicht.

Mit Envisagenics steigt Boehringer Ingelheim tiefer in einen bislang wenig ausgeschöpften Bereich der Tumorbiologie ein. Die New Yorker Biotech-Firma liefert mit ihrer KI-Plattform SpliceCore krankheitsspezifische Targets aus alternativen RNA-Spleißvorgängen. Für Envisagenics ist die Kooperation ein wichtiger Schritt zurück ins Rampenlicht – nach Jahren, in denen es um das Unternehmen vergleichsweise ruhig geworden war.

Eine knappe Verdoppelung des Überlebens zeigen aktuelle klinische Daten einer Immunonkologie-Studie von BioNTech gemeinsam mit OncoC4 beim Plattenepithelkarzinom der Lunge. Aktuell präsentieren die Mainzer auf dem Weltkongress zum Thema Lungenkrebs verschiedene frühe und mittelphasige klinische Daten. Auch der Hoffnungsträger Pumitamig kann weiter überzeugen.

Nordrhein-Westfalen legt ein ungewöhnlich großes Forschungsprogramm auf: Mit 200 Mio. Euro will das Land seine sieben Universitätskliniken und die TU Dortmund zu einem KI-Netzwerk für die Krebsmedizin verbinden. Die Summe gehört damit zu den größten thematischen Forschungsinvestitionen eines einzelnen Bundeslandes.