Der Anlauf zur Komplettsanierung der beiden Max-Planck-Institute im Süden Münchens war gewaltig: bereits 2018 hatten die Überlegungen zur Renovierung der in den 70er Jahren gebauten Institute begonnen, dann kam eine Pandemie dazwischen, manches Jahr ging dahin und nun also wurde der Sieger des Architektenwettbewerbes für die umfassende Neubauplanung und Modernisierung einiger Bestandsbauten bekannt gegeben. Geplant ist die Fertigstellung 2038, der Freistaat Bayern wird dafür 500 Mio. Euro bereitstellen. Über ein Jahrzehnt Forschung auf einer Großbaustelle wird bei allen Beteiligten Spuren hinterlassen.
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Das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Martinsried bei München hat Anfang Juli gemeinsam mit dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) den 11. Life Science Pitch Day veranstaltet. Zwölf Start-ups präsentierten sich dort vor Investoren.
Auf einem rund 3.200 m² großen Grundstück mitten zwischen anderen Labor-/Bürogebäuden im Örtchen Martinsried entsteht bis Herbst 2027 ein hochmodernes Forschungsgebäude: das gänzlich privat finanzierte neue Martinsrieder Life Science Center. Die Grundsteinlegung fand Mitte Januar statt.
Rentschler Biopharma erweitert die Angebotspalette durch eine strategische Partnerschaft mit der Martinsrieder Coriolis Pharma. Es ist bereits die zweite Partnerschaft mit dem Biotechnologie-Zentrum im Süden Münchens.
Die 2023 gegründete RNhale GmbH entwickelt RNA-Trockenpulver-Therapeutika gegen schwere Atemwegserkrankungen.
Der Biosimilarmarkt ist kräftig in Bewegung. Trotz aller Unsicherheiten der Entwicklungen des US-amerikanischen Pharmamarktes ist gerade für die Entwickler der biopharmazeutischen Nachahmerprodukte noch immer der Marktzugang in die Vereinigten Staaten das große Ziel. Der Weg dorthin ist von regulatorischen, aber immer stärker auch von juristischen Hürden geprägt, die von den Originalherstellern in den Weg gestellt werden. Die Münchner Formycon hat einige dieser Hürden in den USA übersprungen, dafür haben die Gegner neue Steine auf dem Weg zum europäischen Markteintritt aufgetürmt.
Der Impfstoffentwickler Bavarian Nordic soll für rund 2,3 Mrd. Euro von einem Investorenkonsortium übernommen werden. Von der Übernahme und den möglichen Folgen wären auch einzelne Standorte betroffen, so zum Beispiel der größte außerhalb Dänemarks in der Region München mit 300 Beschäftigten.
Knapp ein Jahr im Amt ist Christian Gnam als Chef des Innovations- und Gründerzentrums IZB in Martinsried und Weihenstephan. Er folgte Hanns-Peter Zobel, der in einer knapp 30-jährigen Ära das IZB zur Keimzelle der Münchner Biotech-Szene entwickelt hatte. Zeit für ein ausführliches Gespräch mit |transkript über das Ankommen und die Zukunft.
Die Martinsrieder Medigene AG wartete am Freitag mit schlechten Nachrichten auf: wegen ausbleibender Meilensteinzahlungen sei das Grundkapital empfindlich angeknabbert worden, man müsse sogar von einer Halbierung in der nächsten Zeit ausgehen. Die Liquiditätsreserven reichen daher auch nicht mehr bis in den Sommer, sondern nur noch „bis Mai“, wobei unklar blieb, ob damit der Monatsanfang oder Ende Mai gemeint ist. Das Management schweigt sich ansonsten aus. Krisenstimmung in der Lochamerstraße.
Zum Jahreswechsel zeigte sich die Martinsrieder 4SC AG noch zuversichtlich: auf den letzten Metern des Zulasungsprozesses für das Krebsmittel Resminostat hatte die europäische Zulassungsbehörde EMA zwar Rückfragen gestellt, doch diese waren nach Ansicht von 4SC vollumfänglich beantwortet worden. Nun folgt eine erneute Rückmeldung der EMA, die besagt, der Antrag sei nicht genehmigungsfähig, es bestünden „schwerwiegende Einwände“. Der Aktienkurs rauscht in den Keller.

Johannes Müller/MPG
IZB
Knowbio GmbH
Coriolis Pharma Research GmbH
RNhale GmbH
Formycon AG
Bavarian Nordic A/S
Fördergesellschaft IZB mbH, Dominik Gierke
Medigene AG
4SC AG