Die zweitgrößte Firmenübernahme des vergangenen Jahres wird für Novartis noch ein wenig teurer. Nach der Übernahme der kalifornischen Avidity für 12 Mrd. US-Dollar haben die Schweizer nun einen bestimmten Bereich aus dem Unternehmen herausgeschält und mit einer Finanzspritze von 270 Mio. US-Dollar versehen auf eine eigenständige Reise geschickt. Das Spin-out Atrium Therapeutics nimmt neben dem Geld auch präklinische Projekte im Bereich von RNA-Therapien bei Herzkrankheiten mit.
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RNA-Therapien haben sich von der Vision zur klinischen Realität entwickelt – zumindest teilweise. Während siRNA- und Antisense-Wirkstoffe bereits zugelassen sind, kämpfen MicroRNA-Ansätze noch um den entscheidenden Durchbruch. Am Beispiel von miR-21 zeigt sich, warum das Potenzial groß ist, der Weg in die Klinik jedoch komplex bleibt – und weshalb nun ein neuer, gezielter Anlauf startet.
Novartis steigert den Jahresgewinn 2025 auf 17,4 Mrd. Dollar und erhöht die Dividende. Zum Jahresende schwächt sich das Wachstum jedoch deutlich ab, belastet durch Nachahmerprodukte. Für 2026 gibt der Konzern daher einen vorsichtigen Ausblick. Für Diskussionen sorgt das hohe bonusgetriebene Gehalt des CEO.
Seit dem 24. November ist für jedermann nachlesbar, wie es sich zugetragen hat, dass die Schweizer Novartis zur 10 Mrd.-US-Dollar teuren Übernahme der US-amerikanischen Avidity Biosciences Inc. gelangte. Die sogenannten SEC-Filings an der Börsenaufsicht machen es möglich und zeigen, dass diese Übernahme alles andere als flüssig über die Bühne ging. Vielmehr zeigte Novartis und dort der CEO in Person eine große Hartnäckigkeit, obwohl die Chefin von Avidity das Pokerspiel mehrfach überreizte. Immer höher stiegen die Forderungen, ein Abbruch der Verhandlungen sorgte für eine mehrwöchige Pause. Doch es ging doch weiter, es wurde immer noch ein bisschen teurer und am Ende konnte Avidity wohl auch mit Daten überzeugen.
40 Mio. Euro will die Schweizer Novartis in den Standort Halle (Saale) investieren, um dort die Produktion von Radioliganden-Therapeutika aufzubauen. Neben dem mRNA-Kompetenzzentrum von Wacker und Produktionskapazitäten für die Pandemie-Vorbereitung punktet der mitteldeutsche Biotech-Standort nun mit der hochmodernen Verknüpfung von Biopharmazie und Isotopen-Technologie.
Sandoz steigert den Umsatz und Biosimilar-Anteil deutlich, hebt die Margenprognose an und bleibt auf Wachstumskurs. Neue Produkte stärken das Portfolio – 2025 soll die EBITDA-Marge auf bis zu 22% steigen.
Novartis stärkt das Neuromuskular-Portfolio mit der 12 Mrd.-Dollar-Übernahme von Avidity Biosciences aus Kalifornien. Insgesamt haben die Schweizer in diesem Jahr nun gut 35 Mrd. US-Dollar in viele kleinere Akquisitionen und mehrere Kooperationsdeals investiert.
Roche übernimmt das US-Biotech-Unternehmen 89bio für bis zu 3,5 Mrd. US-Dollar und erweitert damit sein Portfolio in Herz-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen. Herzstück ist Pegozafermin, ein Phase III-FGF21-Analogon gegen metabolische Lebererkrankungen (MASH). Der Abschluss der Transaktion wird im 4. Quartal 2025 erwartet.
Im Wettlauf der beiden Pharmagrößen aus Basel ist Novartis derzeit eher in der reaktiven Position. Denn Roche hat mit kürzlich veröffentlichten klinischen Daten bei Alzheimer für Furore gesorgt: Erstmals konnte ein Antikörper offensichtlich hocheffektiv über die Blut-Hirn-Schranke transportiert werden, der dort gegen das beta-Amyloid und dessen Ablagerungen wesentliich größere Wirksamkeit zeigte als bisherige Versuche. Nun will Novartis eine Transportertechnologie der US-amerikanischen Firma Sironax erwerben – und auch bei Muskelerkrankungen wie Duchenne soll Novartis laut Gerüchten an einer Übernahme interessiert sein. Roche ist in diesem Bereich mit einer Gentherapie vertreten.
Die von Vas Narasimhan angekündigten „kleineren Akquisitionen“ der Schweizer Pharmafirma Novartis, die sich im Bereich von um die 2 Mrd. US-Dollar bewegen sollen, materialisieren sich aktuell in der Übernahme der US-amerikanischen RNA-Firma Regulus Therapeutics Inc. (San Diego). Für 800 Mio. US-Dollar vorab und weitere mögliche 900 Mio. US-Dollar wird die Firma mit frühphasigen Wirkstoffkandidaten übernommen. Die Firma galt lange Jahre als Pionier der regulatorisch wirksamen RNA-Moleküle (microRNA) und hatte ihre wertvollste Zeit schon vor gut einem Jahrzehnt. Für Novartis bot sich nun eine eher günstige Einstiegsmöglichkeit, wenn der ganze Bereich auch noch immer mit vielen Risiken behaftet ist.

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