Die zweitgrößte Firmenübernahme des vergangenen Jahres wird für Novartis noch ein wenig teurer. Nach der Übernahme der kalifornischen Avidity für 12 Mrd. US-Dollar haben die Schweizer nun einen bestimmten Bereich aus dem Unternehmen herausgeschält und mit einer Finanzspritze von 270 Mio. US-Dollar versehen auf eine eigenständige Reise geschickt. Das Spin-out Atrium Therapeutics nimmt neben dem Geld auch präklinische Projekte im Bereich von RNA-Therapien bei Herzkrankheiten mit.
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RNA-Therapien haben sich von der Vision zur klinischen Realität entwickelt – zumindest teilweise. Während siRNA- und Antisense-Wirkstoffe bereits zugelassen sind, kämpfen MicroRNA-Ansätze noch um den entscheidenden Durchbruch. Am Beispiel von miR-21 zeigt sich, warum das Potenzial groß ist, der Weg in die Klinik jedoch komplex bleibt – und weshalb nun ein neuer, gezielter Anlauf startet.
Höherer Probendurchsatz, reproduzierbare Spitzenergebnisse und mehr Zeit für die Wissenschaft, die wirklich zählt – Laborautomation macht’s möglich. Doch welche Plattform passt zu Ihren Anforderungen? Wie integrieren Sie neue Systeme nahtlos in bestehende Abläufe?
Die neue digitale Nanocarrier-Designplattform Bits2Bonds kombiniert Simulation und KI, um wirksame Polymere für den sicheren Transport von RNA-Therapeutika automatisiert, materialsparend und sicher zu entwickeln und Gen-Delivery-Systeme effizient zu optimieren.
Novartis stärkt das Neuromuskular-Portfolio mit der 12 Mrd.-Dollar-Übernahme von Avidity Biosciences aus Kalifornien. Insgesamt haben die Schweizer in diesem Jahr nun gut 35 Mrd. US-Dollar in viele kleinere Akquisitionen und mehrere Kooperationsdeals investiert.
Ob in Onkologie, Pathogen-Screening oder HLA-Typisierung – die sichere Extraktion von DNA und RNA ist die Grundlage für präzise Diagnosen und personalisierte Therapien.
Die europäische Zulassung des soeben in einem Milliardenkauf erworbenen Krebsmedikamentes von Springworks Therapeutics läuft gerade über die Ticker, da macht die Darmstädter Merck KGaA schon die nächste Schlagzeile: diesmal ist es ein mutmaßlicher Milliarden-Kooperationsdeal mit Skyhawk Therapeutics aus der Region Boston, bei dem es um die Genregulation durch RNA-Moleküle geht.
Hohe Finanzierungsrunde für die Schweizer Haya Therapeutics. Der Einstieg nicht nur weiterer VC-Gesellschaften, sondern auch von Eli Lilly machen deutlich: das „dark genome“ tritt aus dem Schatten ins Licht. Die Einwirkung auf die Genregulation findet das hohe Interesse der Kapitalgeber und weist auf eine ganz neue Ebene des Ansatzes hin, die Krankheitsdysregulation wieder in den Griff zu bekommen – am Ort der Entstehung.
Jülicher Forschern ist es gelungen, mit einer neuartigen RNA-Technologie gezielt die Tumorzellen eines Glioblastoms auszuschalten. Die „selektiv exprimierte“ seRNA bildet nur in den Tumorzellen ein Protein, das diese Zelle in den Zelltod (Apoptose) treibt. Die Plattformtechnologie dahinter und diese ersten Ergebnisse aus dem Tierversuch bieten die Möglichkeit, den Ansatz auf eine Vielzahl von Krebsformen anzupassen und damit bald klinische Versuche zu starten. Das Start-up SRTD biotech hat die grundlegende Idee zur seRNA beigetragen und sich mit Beteiligung des HTGF die Expertise gesichert.
Eli Lilly wagt ganz neue Ansätze beim Megathema Adipositas. So lässt sich die neue Kooperation mit der Schweizer HAYA Therapeutics SA interpretieren, bei der es zwar auch um die Entdeckung neuer regulatorischer Genom-Targets für Adipositas und verwandte Stoffwechselkrankheiten geht. Doch diesmal soll die proprietäre RNA-Plattform von HAYA das „dunkle Genom“ nach bisher völlig Unbekanntem durchforsten.

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Merck KGaA
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