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Das Schweizer HealthTech-Start-up Aeon schloss Mitte September eine Erweiterung seiner Seed-Runde auf rund 12 Mio. Euro ab. Mit dem Geld soll die Übernahme des Berliner Diagnostik-Unternehmens Aware Health finanziert werden.

Therapeutische Impfstoffe gegen allergische Hauterkrankungen bei Pferden sollen das Tiergesundheitsportfolio des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim erweitern. Die Übernahme knüpft an eine bereits etablierte Strategie rund um VLP-basierte Impfstofftechnologien an, und wieder greift Boehringer bei einem Schweizer Start-up aus der Region Zürich zu.

Nach schwierigen Zeiten im Biotechnologiesektor hat die Schweizer Beteiligungsgesellschaft BB Biotech AG 2025 ein deutliches Comeback geschafft. Der Geschäftsbericht weist eine starke Performance, umfangreiche Wertrealisierungen im Portfolio und einen markant gestiegenen Jahresgewinn aus. Im Vergleich zu 2024 und den Jahren zuvor fällt die Verbesserung erheblich aus – sowohl operativ als auch kapitalmarktseitig.

Die Zürcher Onkologie-Firma Araris Biotech AG hat eine Forschungskooperation mit Optionsvereinbarung zur Lizenzierung mit der japanischen Chugai Pharmaceutical geschlossen, einer Roche-Tochter. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) der nächsten Generation auf Basis der firmeneigenen AraLinQ™-Linker- und Konjugationstechnologie. Doch Araris ist selbst mittlerweile japanisch und eine 100%ige Tochter von Taiho Pharma, die zur Otsuka-Gruppe gehört. Geforscht wird weiterhin in Zürich – so sichtbar, dass die Gebrüder Strüngmann im vergangenen Jahr einen Preis an die Firmengründer verliehen.

Nachdem der Branchenverband BIO Deutschland vor einigen Tagen erste Zahlen zur Finanzierung der hiesigen Biotech-Unternehmen für das vergangene Jahr vorgelegt hat, zählte |transkript.de einerseits nach und rechnete andererseits auch in der Schweiz und Österreich zusammen, was an externen Geldmitteln in die Branche geflossen ist. Deutschland hat zwar den höchsten Betrag vorzuweisen, doch auf die Bevölkerung heruntergerechnet führt die Schweizerische Eidgenossenschaft um viele Längen. Und auch Österreich kann per-capita den großen Nachbarn deutlich übertrumpfen.

Das Komitee des Strüngmann Awards hat sich entschieden und Dr. Dragan Grabulovski, Dr. Philipp Spycher und Dr. Isabella Attinger-Toller, die Gründer von Araris Biotech AG, ausgezeichnet. Damit geht auch die zweite Ausgabe des mit 100.000 Euro dotierten Preises in die Schweiz, nachdem Haya Therapeutics SA im vergangenen Jahr den allerersten Strüngmann Award gewann. Der Award der Pharmamilliardäre verfolgt das Ziel, herausragende unternehmerische und wissenschaftliche Leistungen sowie bahnbrechende Ideen in der Life-Science-Branche zu würdigen und diese erfolgreichen Beispiele bekannter zu machen.

Wechsel an der Spitze des Schweizer Wirtschaftsverbandes für Chemie, Pharma, LifeSciences: Dr. Annette Luther übernimmt Leitung des Präsidiums bei scienceindustries.

Die Schweizer Aeon erhält 8,2 Mio. Euro in einer Seedfinanzierung und kann damit die Expansion ihrer präventiven Gesundheitsplattform voranbringen. Dort wird mit Hilfe von KI eine Erfassung und Bündelung verschiedener digitaler Gesundheitsdaten bis hin zu genetischen Patientenprofilen ermöglicht und eine klinisch-ärztlich kuratierte Analyse angeboten.

Die aktuelle Zusammenstellung der Zahlen für die Schweizer Biotechnologiebranche belegen: es geht in der Eidgenossenschaft sehr stabil zu. Die schwierigen Rahmenbedingungen haben im Vergleich zum Vorjahr 2023 keine größeren Eintrübungen hervorgerufen. Die privaten Firmen können sich rekordhohe externe Finanzmittel sichern, womit auch ein Plus bei den Beschäftigten einhergeht.

Totgesagte leben länger. Die Börsenhülle eines SPAC war nur für wenige europäische Biotech-Firmen der Weg an die US-Börse, der kurze Hype um die Special Purpose Acquisition Company (SPAC) verebbte schnell. Doch die Heidelberger Veraxa Biotech, ein Portfoliounternehmen der Xlife Sciences AG (Zürich) nutzt nun eine solche Hülle für den Gang an die Nasdaq zu einer Milliardenbewertung. Das attraktive Thema der Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) macht es wohl möglich.