Das Tübinger Biotechnologieunternehmen Immatics will mit einer neuen Kapitalerhöhung brutto rund 150 Mio. US-Dollar einnehmen. Das Unternehmen hat den Verkauf von 12,95 Mio. Stammaktien zu jeweils 8,69 US-Dollar vereinbart. Hinzu kommen vorfinanzierte Optionsscheine für den Erwerb von 4,32 Mio. weiteren Aktien. Bei immatics stehen wichtige klinische Daten an, die für eine mögliche Zulassung entscheidend sein könnten.

Das Heidelberger Biotechnologieunternehmen Revier Therapeutics hat eine Seed-Finanzierungsrunde über 6 Mio. Euro abgeschlossen und nimmt offiziell den Geschäftsbetrieb auf. Das Unternehmen entwickelt niedermolekulare Wirkstoffe, die selektiv Histondeacetylasen (HDACs) der Klasse IIa hemmen sollen. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um den ersten therapeutischen Ansatz, der diese HDAC-Klasse gezielt zur Behandlung kardiometabolischer Erkrankungen adressiert.

QIAGEN bekommt einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Jonathan M. „Jon“ Pratt übernimmt den Posten zum 1. September 2026.

Roche baut die Produktionskapazitäten in den USA weiter aus. Die US-Tochter Genentech will rund 750 Mio. US-Dollar in eine neue Produktionsanlage in Oregon stecken. Lokale Beobachter freuen sich über die neuen „echten“ Jobs.

Sandoz erweitert seine Biosimilar-Pipeline mit einer strategischen Kooperation mit dem chinesischen Biotechunternehmen Shanghai Henlius. Die Vereinbarung umfasst bis zu zehn Biosimilars und könnte für Sandoz Zahlungen von bis zu 322 Mio. US-Dollar auslösen.

Der Erfolg einer personalisierten mRNA-Krebsimmuntherapie von Moderna und der US-amerikanischen Merck in einer Phase-III-Studie lässt die mRNA-Branche aufatmen. Besonders stark reagiert die BioNTech-Aktie. Dahinter steckt mehr als ein kurzfristiger Börseneffekt: Die Daten könnten erstmals in größerem Maßstab zeigen, dass mRNA auch jenseits von Covid-19 eine therapeutische Plattform sein kann.

Therapeutische Impfstoffe gegen allergische Hauterkrankungen bei Pferden sollen das Tiergesundheitsportfolio des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim erweitern. Die Übernahme knüpft an eine bereits etablierte Strategie rund um VLP-basierte Impfstofftechnologien an, und wieder greift Boehringer bei einem Schweizer Start-up aus der Region Zürich zu.

Die Schweizer Biotech-Firma Vaderis Therapeutics hat eine Serie B-Finanzierung über 152 Mio. US-Dollar abgeschlossen. Das Kapital soll den Start der globalen Phase III-Studie HEROIC mit Engasertib ermöglichen, das gegen die hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (Morbus Osler) wirkt.

Der US-amerikanische Messtechnikhersteller Bruker mit starken deutschen Wurzeln in Karlsruhe und Bremen beteiligt sich mehrheitlich am niederländischen Organ-on-a-Chip-Spezialisten MIMETAS. Der Deal zeigt, dass aus menschlichen Gewebe- und Organoidmodellen zunehmend eine industrielle Plattform für die Wirkstoffforschung wird. In Europa hat die Konsolidierung begonnen; Pharmafirmen und Laborzulieferer haben bereits Firmen aus dem Sektor akquiriert.

Das Schweizer Biotech-Unternehmen AC Immune SA hat für seine Immuntherapie ACI-7104 zur Behandlung der frühen Parkinson-Krankheit den Fast-Track-Status der US-Arzneimittelbehörde FDA erhalten. Zugleich wurde dem Antrag für die Ausweitung der klinischen Entwicklung auf die USA stattgegeben.